Der kleine Köbes hält uns ganz schön auf Trab

Heute ist Köbes schon drei Wochen bei uns. Und in dieser Zeit hat sich schon einiges getan. Natürlich ist Köbes schon ein ganzes Stück gewachsen und würde vermutlich in naher Zukunft als Kampfkugel herumlaufen, wenn das Futter nicht streng rationiert würde. So einen gierigen Futtervernichter hatten wir noch nie.

Aber auch in der geistigen Entwicklung sind die Fortschritte deutlich zu erkennen. Köbes versucht alles um überall das Kommando zu übernehmen, egal ob im Haus oder im Garten. Die eingesetzten Mittel gehen von Knurren und Bellen bis zum Einsatz der spitzen Milchzähne. So langsam fällt ihm aber offensichtlich auf, dass er sich an der Ruhe und Konsequenz des Personals bildlich die Zähne ausbeißt. Die unerwünschten Aktionen und Verhaltensweisen werden unterbunden, egal wie viele Anläufe der Zwerg auch macht und welche Mittel er einsetzt. Dabei sind die spitzen Zähne und die scharfen Krallen zugegebenermaßen schon sehr unangenehm. Aber Köbes hat mittlerweile auch verstanden, dass wir das gar nicht mögen und ein „Pfui“ reicht fast immer zum sofortigen Abbruch der Attacken. Und wenn das alles nicht hilft, kommt auch Nele’s „Trauerblick“ zum Einsatz, bleibt aber ohne (äußerliche) Wirkung bei uns. Und wenn er dann schläft, ist das schon eine Erleichterung, denn bei den ständig wiederkehrenden Versuchen von unerwünschten Handlungen immer die Ruhe zu bewahren und angemessen zu reagieren, ist nicht immer einfach aber letztlich der Schlüssel zum Erfolg.

In Sachen Sauberkeit gibt es tagsüber noch das eine oder andere Mal ein Problem mit der „Wasserleitung“, denn selbst nach dem Spielen im Garten und der Entsorgung aller Stoffwechselendprodukte ist die Blase scheinbar nie so richtig leer. Nachts hat es bislang noch nie Probleme gegeben. Gegen 23:00 Uhr geht es noch mal in den Garten und dann in den Kennel. Zwischen 05:00 Uhr und 06:00 Uhr bellt dann der fröhliche Wecker und zeigt an, dass er mal raus muss. Das ist wirklich super!

Der ersten von uns unbemerkten Zecke am Ohr hat Köbes sich mit der Hinterpfote entledigt, was natürlich mit einem blutenden Ohr einherging, weil ein Stück Haut mit ausgerissen wurde. Dank der Hausapotheke hat sich aber nichts entzündet.

Und zweimal hat uns der Zwerg einen ganz schönen Schreck eingejagt. Einmal hat er einen frischen Ochsenziemer von ca. 12 cm Länge einfach hinuntergeschluckt und heute ist er auf dem Deich plötzlich wie von Sinnen mit allem, was die kleinen Beinchen hergaben, in Richtung nach Hause gerast. Erst nach ca. 150 Metern und kurz vor Deichende fiel ihm auf, dass dahinten eine bekannte Stimme ruft. Auf dem Rückweg wurde dann ein neuer Rekord aufgestellt.

Neue Bilder gibt es am Wochenende. Und wo Köbes jetzt gerade so auf meinen Füßen liegt, fällt mir spontan ein Lied von Stefan Gwildis ein, „Sie ist so süss …“ Und aus „Sie“ ein „Er“ zu machen, fällt mir plötzlich ganz leicht, warum wohl!?!

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