Boogie Woogie Musik

Traum oder Albtraum, ich werde es erleben!

Besonders musikalisch war ich ja noch nie. Als Kind gab es mal eine Blockflöte zu Weihnachten. Aber weil das Gedudel wohl ziemlich nervtötend war, durfte ich bei winterlichen Temperaturen nur in der Garage üben. Nicht besonders erbaulich und daher war der Spaß schnell vorbei. 

Vor ca. fünfzehn Jahren habe ich dann noch einmal einen Versuch mit Gitarre samt Unterricht unternommen. Da ich mich aber mit den Noten damals nicht so recht anfreunden konnte und meine Finger auch nicht so richtig wollten, war nach einem Jahr auch damit Schluss. Seitdem stehen die Gitarren im Ständer und werden regelmäßig abgestaubt.

Ähnlich erging es mir ein Jahr später mit einem Saxophon. Mit den Noten konnte ich mich zwar anfreunden, aber Lautstärke und wenig Unterhaltungswert waren nach einem halben Jahr und dem Ende des Mietvertrages für das Saxophon dann das Aus.

Heimlich hatte ich ja schon immer nach einem Klavier geschielt, aber die scheinbar ohne jedes System angeordneten weißen und schwarzen Tasten haben mir immer einen höllischen Respekt eingeflößt. Mein Traum war seit langer Zeit, einen schönen Blues oder Boogie Woggie auf einem Klavier spielen zu können, so wie ich es oft bei Gottfried Böttger im TV gesehen hatte. Aber alleine der Gedanke daran, über Jahre klassische Stücke zu üben, um irgendwann dieses Ziel zu erreichen, haben mich immer abgeschreckt.

Als wir dann in der letzten Woche Boogie Woggie mit Stefan Ulbricht und Moritz Schlömer live erleben durften, war ich so begeistert, dass ich mich nochmals mit diesem Thema beschäftigt habe. Und siehe da, es gibt mittlerweile doch eine Tendenz, ohne die klassische Ausbildung direkt mit Boogie und Blues anzufangen, und das ohne Notenkenntnisse (die bei den alten Blues- und Boogie Woogiegrößen mehrheitlich auch nicht vorhanden waren). Entsprechende Lernunterlagen und Kurse stehen im Internet zur Verfügung. Dabei steht der  Spaß an der Musik eindeutig im Vordergrund. Und ein brauchbares E-Piano kostet heute auch keine Unsummen mehr.

Also werde ich mich in das Abenteuer stürzen und einen erneuten Versuch in Sachen handgemachte Musik machen. Das E-Piano steht schon hier und jetzt wird fleißig geübt. Wie sagt man doch immer, einmal muss man anfangen, sonst ist es irgendwann zu spät. Und ob mein Traum sich erfüllt oder das Ganze zum Alptraum wird, werde ich erleben.

6 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Hallo Klaus,

    Ich freue mich sehr das du noch einmal den Mut gefunden hast ein Musikinstrument zu erlernen. Ich wünsche dir ganz viel Spaß und viel Erfolg. Wir freuen uns schon auf erste Erfolge!!

    Ganz liebe Grüße
    Sandra

    1. Hallo Sandra,

      danke für die netten Wünsche. Das wird sicherlich noch ein ganzes Stück Arbeit, aber wenn es Spaß macht, ist das Ziel ja schon fast erreicht!

      Gruß

      Klaus

  2. Glückwunsch! Ich mache seit 1975 Musik und auch wenn ich ab und an mal Pausen eingelegt habe – verzichten könnte ich nie.

    Hast du an deinem Instrument eine Hammermechanik-Tastatur? Sieht fast so aus … Wenn dem so ist: Das Spielgefühl ist schon deutlich besser, als bei den leichtgewichteten Synthesizer-Tastaturen!

    Viel Spaß und Erfolg beim Üben!

    Jörn

    1. Hi Jörn,

      danke für die netten Wünsche. Ich bin mal gespannt, wie weit ich komme. Die Hardware ist glaube ich ausreichend, Hammermechanik-Tastatur mit drei Stufen ist vorhanden, die tiefen Töne sind höher gewichtet als die hohen. Jetzt gilt es zunächst mal intensiv zu üben.

      Gruß

      Klaus

  3. Hallo Klaus, willkommen im Bayoogie-Club. Ich freu mich, daß Dir das Klavierspielen so viel Spaß macht….da haben wir was gemeinsam….und ich hoffe, wir sehen uns bald bei einem der Konzerte…live!

    1. Hallo Christian,

      ja, es macht mir wirklich sehr viel Spaß und mit deiner Hilfe werde ich bestimmt noch einiges lernen. Ich werde mir deinen Veranstaltungkalender mal ansehen und dann schauen wir weiter.

      Bis demnächst

      Klaus

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